Wie Sie 10.000 Franken optimal anlegen können!

Da uns immer wieder Leserfragen erreichen, wie wir einen bestimmten Betrag X – egal, ob es sich in einem konkreten Fall nun um 5.000 CHF, 10.000 CHF, 20.000 CHF oder auch 100.000 CHF an Ersparnissen handelt – am besten investieren würden, hier nun eine einfache 6-Schritte-Anleitung zu diesem Thema!

Für das folgende, fiktive, Beispiel haben wir uns 3 Anlegertypen überlegt: Sie wollen entweder konservativ, ausgewogen oder Rendite-fokussiert investieren. Außerdem gehen wir ein­fach­heits­hal­ber davon aus, dass Sie 10.000 Franken anlegen möchten.

Je nachdem, welchen Anlagetypen Sie favorisieren, werden Sie eine andere Aufteilung des Geldes vornehmen. Zu der genauen Aufschlüsselung kommen wir später noch. Für das Beispiel reicht es aus, wenn Sie erstmal mit den 10.000 Franken als Geldanlage rechnen.

Sie können diesen Betrag gern als Äquivalent zu Ihrem Investitionsbetrag betrachten und abschließend Ihre konkrete(n) Anlagesumme(n) anhand des Schlüssels entsprechend selber ausrechnen.

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10.000 Franken investieren – Der Plan

Schritt 1: Sammeln Sie Ihr erspartes Geld auf einem Tagesgeldkonto. Falls Sie sich bereits einen bestimmten Geldbetrag angespart haben, z.B. auf Ihrem Girokonto, überweisen Sie es erstmal auf Ihr Tagesgeldkonto.

Falls Sie noch kein Tagesgeldkonto besitzen sollten, finden Sie auf dieser Seite ein paar günstige Anbieter. Achten Sie dabei, natürlich abhängig vom allgemeinen Zinsniveau, auf eine möglichst hohe Verzinsung, sowie eine ausreichend gute Einlagensicherung. Der Anbieter bzw. die Bank Ihres Vertrauens sollte insbesondere wegen des letzten Punktes (Sicherheit!) möglichst in der Schweiz oder der EU reguliert sein.

Schritt 2: Im nächsten Schritt überlegen Sie sich nun, wie viel Geld Sie als Reserve für unvorhergesehene Ausgaben (z.B. Reparaturen, Nachzahlung von Nebenkosten, Strom oder Gas, Autoversicherung, usw.) brauchen. Dieser Betrag kann individuell und je nach Haushalt sehr unterschiedlich ausfallen.

Diesen Betrag belassen Sie auf dem Tagesgeld Konto. Den übriggebliebenen Betrag des Geldes investieren Sie jetzt einfach, z.B. in börsennotierte Wertpapiere. Also entweder in Aktien, Investmentfonds oder ähnliche Wertschriften. Das Investment kann dabei nach und nach oder direkt auf einmal, in ganzer Summe, erfolgen. Was, wann und wie genau, fragen Sie sich? Das folgt jetzt alles konkret in den Schritten 3, 4 und 5!


Wie sollten Börsen-Anfänger 10.000 € investieren? Christian Röhl über Anlagestrategien & Öl-Werte von Finanzfluss auf Youtube.

Wichtig bei der Geldanlage – Ihr Anlagehorizont!

Schritt 3: Der nächste wichtige Punkt auf dem Weg zu Ihrem Investment von 10.000 Franken ist der Anlagehorizont. Es geht also um die voraussichtliche Dauer Ihrer Geldanlage. Sprich, wie lange können Sie im „Ernstfall“ auf die Summe, die sich zwischen Ihrem Zielbetrag von 10.000 Franken und der vorher festgelegten Notreserve ergibt, verzichten?

Verzichten heißt in diesem Fall, wie lange können Sie das Geld für sich arbeiten lassen? Sind das fünf Jahre oder weniger, investieren Sie am besten den gesamten Differenzbetrag in einen aktiv gemanagten Fonds.

Falls es mehr als fünf Jahre oder gar zehn Jahre sein sollten, kaufen Sie am besten Aktien, Aktienfonds, ETFs, oder Mischformen (z.B. Mischfonds). Am Ende hängt die genaue Aufteilung allerdings von Ihrer Risikoneigung ab. Grob gesagt gibt es hierbei drei verschiedene Möglichkeiten: renditeorientiert, ausgewogen oder konservativ.

10.000 Franken anlegen – Folgende 3 Optionen haben Sie

  • Konservativ anlegen: 7.000 Franken investieren Sie in gemischte Fonds bzw. Sparpläne, sowie Tagesgeld und 3.000 Franken legen Sie in einem Aktienfonds oder Aktien-ETF-Sparplan an.
  • Ausgewogen anlegen: 5.000 Franken in eine Mischform aus Fonds und Tagesgeld. Und die restlichen 5.000 Franken in Sparpläne auf Aktien, Aktienfonds oder Aktien-ETFs investieren.
  • Renditeorientiert anlegen: 3.000 Franken in Mischformen aus Sparplan und Tagesgeld, sowie 7.000 Franken in Sparpläne auf einzelne Aktien, Aktienfonds und ETFs stecken.

Schritt 4: Nun geht es um den konkreten Anteil, den Sie in Aktien, Fonds oder ETFs investieren werden. Hierbei kommt es darauf an, ob Sie schon Börsenerfahrung besitzen. Wenn Sie noch keinerlei Erfahrungen mit Börseninvestments haben, dann sind definitiv Indexfonds bzw. ETFs Ihre Wahl.

Falls Sie bereits an der Börse (SMI, DAX, Dow Jones o.Ä.) gehandelt haben und dementsprechend bereits Wissen im Zusammenhang mit Aktien mitbringen, dann kommen natürlich auch Einzelaktien für Sie infrage.

Wie Sie diese Aktien am besten auswählen, haben wir bereits an anderer Stelle auf unserer Seite für Sie zusammengefasst. Dabei gibt es bestimmte Kriterien und Kennzahlen zu beachten, mit deren Hilfe sie eine vernünftige und solide Auswahl werthaltiger Aktien vornehmen können.

Timing – Alles auf einmal oder lieber regelmäßig investieren?

Schritt 5: Wie in Schritt 2 bereits angedeutet wurde, kann Ihre Geldanlage entweder auf einmal bzw. als einmaliges Investment oder in Form von Raten, z.B. via Sparplan, erfolgen. Auch diese Entscheidung hängt sehr von ihrer Erfahrung ab.

Wenn Sie einen guten Einstiegszeitpunkt für Ihre Anlage gefunden haben, dann investieren Sie Ihre Ersparnisse lieber alle auf einmal. Und wenn Sie sich aufgrund Ihrer fehlenden Erfahrung(en) an der Börse dies nicht zutrauen, dann legen Sie das Geld lieber mithilfe eines Sparplans, z.B. Fonds-, ETF- oder Aktiensparplan, automatisch an.

Der Vorteil von Sparplänen liegt darin, dass Sie monatlich immer den gleichen Betrag investieren und diesen Prozess automatisieren können. Damit umgehen Sie das Problem des optimalen Einstiegszeitpunkts (Timing Problem). Legen Sie die Rate, also die Sparrate genauso fest, dass Ihr gesamtes Geld innerhalb von ca. 2 bis 3 Jahren in die entsprechenden Wertpapiere investiert ist.

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Sparmöglichkeiten, Zulagen & weitere Renditebringer

Schritt 6: Egal ob vermögenswirksame Leistungen (Deutschland) oder Säule 3a gebundene Vorsorge (Schweiz), nutzen Sie alle verfügbaren – sinnvollen – Sparzulagen und steuerlichen Abzugsmöglichkeiten, also Geld aus externen Quellen zur Aufstockung Ihrer Investitionssumme.

Weitere Sparmöglichkeiten nutzen: Egal ob Steuern sparen oder geringere Transaktionsgebühren, z.B. durch den Wechsel zu einem günstigeren Online-Broker. Jeder zusätzlich genutzte und / oder gesparte Franken erhöht Ihre Rendite auf Ihr ursprüngliches Investment von 10.000 Franken!

Abschließend möchten wir noch einmal betonen, dass dieser einfache 6-Schritte-Plan lediglich eine Möglichkeit der Geldanlage bzw. Investition an den Kapitalmärkten darstellt. Der Beitrag soll mithilfe des Beispiels “10.000 Franken anlegen” hauptsächlich der Orientierung und Inspiration dienen, und stellt keine Anlageberatung dar. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und eine maximale Rendite bei der eigenen Geldanlage!

Unsere weiterführenden Beiträge zum Thema 10.000 Franken anlegen:

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